Die Zeiten haben sich geändert -  Darf man Visionen überdenken?

 

Mit der Zeit verändern sich die Verhältnisse - eine Binsenweisheit. Das betrifft auch die Situation in vielen Städten beim Bau von Wohnraum. Berlin ermöglicht inzwischen die Überbauung von Flächen über Supermärkten und Parkhäusern. Veräußerung von kommunalem Grund und Gebäuden wird überall fast schon zum Tabu. Bauvorschriften werden wie in den Niederlanden pragmatisch verändert, um dem steigenden Bedarf an preiswertem Wohnraum gerecht werden zu können. Da bauen nämlich deutsche Firmen in moderner Modultechnik Sozialwohnungen!

Der Druck wird immer stärker! Und das Problem wird sicher auch Eckernförde in absehbarer Zeit betreffen.

Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum ist allen Entscheidungsträgern bekannt. Warum orientieren sich unsere Stadtvertreter nicht an den Beispielen anderer Städte? Die Zeit drängt, da mehr und mehr Wohnungen aus der Sozialbindung fallen oder ganz abgerissen werden. Wo sollen diese Mieter dann zu einem für sie bezahlbaren Preis wohnen? Draußen vor der Stadt? Werden sich die kommenden Rentnergenerationen die „ortsüblichen“ Mieten noch leisten können? In einer älter werdenden Gesellschaft brauchen wir zentral gelegene altengerechte Sozialwohnungen statt noch mehr Eigentumswohnungen zum Nutzen von Investoren.

Ist es in dieser Lage ein noch zu vertretender Luxus, 7000 Quadratmeter in zentraler Stadtlage zu versenken? Und wer mag heute verbindlich voraussagen, dass die Kosten wie veranschlagt bleiben? Konnten wir  vor 11 Jahren ahnen, wie diese (ge)schön(t)e Vision mit der heutigen Situation kollidieren würde? Können wir uns so ein großes Projekt mit gutem Gewissen noch leisten und vor den Bürgern vertreten? Und dabei geht es nicht nur um das Geld, sondern ganz besonders auch darum, dass der Baugrund auch in unserer Stadt endlich und damit extrem wertvoll ist.

Ist die Vorstellung von einem Kinopalast mit 700 Plätzen in unserer kleinen Stadt wirklich noch zeitgemäß? Träume von idyllischen Gewässern in der Innenstadt sind aus unserer Sicht von der Entwicklung überrollt und finanziell wohl kaum zu realisieren. (In Kiel zeigt sich gerade wieder, wie die preislichen Vorhersagen bei derartigen Projekten durch die Decke gehen.) Bei der Größenordnung der Eckernförder Planungen ist ein  finanzieller Gau zu befürchten - und wer will das verantworten? Selbst aus der „Gorch-Fock-Affäre“ wäre eine Lehre zu ziehen: Wäre es nicht unbedingt nötig, vor  Beginn eines Bauvorhabens, wie der „Restaurierung“ der Stadthalle,  ein Komplettgutachten über alle erforderlichen Maßnahmen erstellen zu lassen und gleich eine Kostensteigerung von 50% in die Finanzplanung einzubeziehen? Würde sich das Projekt dann wirlich noch lohnen?                                                                                                   

Und schließlich: Wer weiß heute, wozu wir die Willers-Jessen-Schule eventuell noch einmal brauchen? Verbietet sich da nicht ein Verkauf, wenn man nicht exakt weiß, wohin Eckernförde strebt?

Noch ist es Zeit, diese überdimensionierten Projekte zu überdenken und angemessen zu ändern!  Verzichten wir auf die Fördergelder für die Planungen in Verantwortung vor der gesellschaftlichen Entwicklung und errichten  anstelle eines Binnennoors ein neues Stadtquartier, natürlich mit dem erforderlichen Hochwasserschutz. Die finanziell uneffektive Verschwenkung der Reeperbahn sollte aufgegeben werden. Für das Bauvorhaben „Kino“ bietet sich eine Aufstockung des Supermarktes an, und alle Neubauten in der Innenstadt werden zum Bau von Tiefgaragen verpflichtet. Bauvorschriften müssten angepasst werden, damit preislich erschwingliche Mietwohnungen auch für kleine Renten und Gehälter möglich bleiben.

Eckernförde ist zwar sehr spät dran - hoffentlich nicht zu spät. Mut und Aufrichtigkeit sind gefragt und der Küstenschutz nicht erst 2030. Da könnte unsere schöne Stadt im Ostseehochwasser und im bis dahin angehäuften Schuldenberg überspült sein.

 

Über Alles stellen wir die Frage:

 

Was haben die Eckernförder Bürger

 

davon?

 

In den Unterrubriken finden Sie, welche Projekte zur Zeit von Wichtigkeit sind: Klicken Sie die Projekte an

Das Projekt Nooröffnung

Kino

Bahnhofsareal

Klick auf das Bild und erfahre mehr

 

 

 

Der Kaiserhof und der Borbyer Marktplatz

Es ist nun fast geräumt - aber was kommt nun?

 

Willers Jessen Schule für ETMG und Bibliothek umbauen

(mehr: auf Bild klicken)

Weiß jemand, wie marode die Stadthalle wirklich ist?

3,5 oder 6 oder vielleicht doch 8 Millionen für eine "Sanierung", die nie enden wird? - Wetten ?

 

 

 

Es scheint so, als hätte unsere Frage eine Antwort gefunden:

Die CDU-Fraktion möchte zur Zeit keine Vermarktung des Exers !

War das Volkes Stimme, die man hörte?

 

 

Nooröffnung

Unten:

 

Das ist der ursprüngliche Vorschlag der Lübecker Architekten. Der Worshop unter Beteiligung von hochrangigen Fachleuten und auch Bürgern folgte dieser Empfehlung.

Die Ratsversammlung kippte diesen Vorschlag und ermöglicht den Bau von Häusern "mit Dach" allerdings um 90 Grad gedreht, so dass die Giebel nicht mehr zum Wasser zeigen - wenn es denn nicht Flachdächer mit Staffelgeschoß wird.

 

Was nutzen da die Lippenbekenntnisse zur Bürgerbeteiligung?

 

Das widerspricht allen Gutachten und Quartieranalysen der Stadt.

 

Und dann noch die Verschwenkung: Besser Versenkung - von Geld. Die Kosten / Nutzenrechnung fehlt bis heute. Selbst altgediente Stadtpolitiker sehen diese Maßnahme als viel zu teuer an. Verkehrsberuhigung der Reeperbahn geht auch billiger. Man bedenke: Ein Drittel der Zuschüsse (Steuergelder der Bürger von Land und Bund) müssen wir Eckernförder für diese Massnahme aufbringen, ca. 1 Million Euro (gemäß Aufstellung der Stadtkämmerei)!

 

 

Und das entschied die Politik: So kann man gute Ideen verhunzen, anstatt bewußte und zur Atadt passende Kleinteiligkeit, sind auch die sattsam bekannten Klötze mit Staffelgeschuß nicht ausgeschlossen. Hoffen wir, dass die Politik das noch einmal revidiert.

Selbst erfahrene Architekten monieren den Ausdruck "Häuser mit Dach"!

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