Brief an die Fraktionen und Presse:

 

Es ist an der Zeit, Pläne zu überdenken…

 

Die Vorgänge um den Stadtwerkeverkauf, der Bürgerentscheid zur Gaehtjestraße und nun das geplante Bürgerbegehren zur Umgestaltung der Nicolaistraße sollten unsere Kommunalpolitiker nachdenklich machen. Sind alle vor längerer Zeit geplanten Projekte der Stadt so noch zu vertreten? Der Verkauf des Exer konnte bisher- durch ein mögliches Bürgerbegehren- noch verhindert werden.

 

Auch die als "Nooröffnung" angepriesene Planung aus dem vorletztem Jahrzehnt, und die Pläne fürs Bahnhofsareal, die Parkplatzsituation und ein Großkino sind nach heutigem Wissen völlig unpassend, meinen wir.

Wollen die Bürger nach jetzigem Kenntnisstand noch die geplante „Nooröffnung“,die eigentlich keine ist?

Dafür sollen rund 10000 qm kostbares Bauland in Innenstadtlage geopfert werden?

Die bereits erarbeiteten „ Leitlinien für Bürgerbeteiligung“ bieten die Möglichkeit, dass sich Bürger unserer Stadt an den Entscheidungsprozessen beteiligen.

Die Finanzlage der gesamten Republik wird zu spürbaren Belastungen für jeden von uns führen.

Wir sind der Meinung, dass in Verantwortung für die sich anbahnende Zeit die Bürger Eckernfördes zu den Plänen der Stadt befragt werden sollten:

 

Nooröffnung

Halten Sie es für vertretbar, für die Aushebung eines Gewässers im Innenstadtbereich und Schaffung von Außensitzplätzen am Steindamm mit der Verschwenkung der Reeperbahn einen mehrstelligen Millionenbetrag auszugeben?

Was halten Sie von einer Bebauung dieses Bereichs mit Wohnraum für ältere Menschen, für junge Familien und auch für die Neubürger, die durch den Ausbau des Marinestützpunktes zu erwarten sind?

 

Straßen

Halten Sie die geplanten Umbaumaßnahmen der Nicolaistraße für angemessen, oder würde eine preiswertere Alternative den Erfordernissen für Menschen mit Behinderung genügen?

Halten Sie die Überarbeitung des Pflasters der Kieler Straße zur Behebung der Unebenheiten für wünschenswert?

 

Parkplätze

Halten Sie eine weitgehende Sperrung der Altstadt für den Autoverkehr zum jetzigen Zeitpunkt für gut, bevor die Parkplätze am Grünen Weg aufgestockt und am 3. Gleis weitere Parkmöglichkeiten geschaffen worden sind?

 

ZOB

Sollte der ZOB an der Reeperbahn verbleiben oder in den Parkplatz am Grünen Weg integriert werden?

 

Wir wünschen uns Antworten der Bürger auf diese konkreten Fragen. Ein dadurch gewonnenes Stimmungsbild könnte eine Entscheidungshilfe sein für unsere Ratsmitglieder und die Verwaltung.

 

 

Es sei die Frage erlaubt, ob es in der augenblicklichen finanziellen Situation unserer Republik noch zu vertreten ist, für ein Gewässer derartige Summen auszugeben?

 

Hier die Kostenaufstellung der Stadt:

 

 

Die sogenannte "Nooröffnung":

Rund 8000 Quadratmeter soll die Wasserfläche groß sein und 2 Meter tief.

Die "Herstellung" ist mit rund 4 Millionen Euro veranschlagt

 

Zur Zeit ist das Gelände ca. 2,5 Meter über dem Wasserspiegel. Um auf 2 Meter Wassertiefe zu gelangen, sind also 4,5 Meter Boden abzutragen. Das macht durch die Abflachung zur Noorstraße mindestens 30.000 Kubikmeter Aushub.

 

Die "Herstellung" ist mit rund 4 Millionen Euro veranschlagt

 

Das Projekt "Nooröffnung" aus der Sicht junger Leute, die den Klimaschutz einfordern. Die Bewegung "fridays for future" beanstandet die Schädigung der Erdatmosphäre durch Verbrennung von fossilen Energieträgern ( Dieselkraftstoff ) , hier am Beispiel der geplanten Vernichtung von ca. 7.800 Quadratmetern Landfläche im Innenstadtbereich.                                                  Abbildung: fff

 

Wieviel Diesel verbrauchen die Bagger? Wieviel LKW-Fahrten sind von und zu der Baustelle nötig, um das alles abzufahren?

 

Und die wichtigsten Fragen:

 

Wieviel NOX, CO2 und Feinstaub werden mitten in der Stadt in die Luft gepustet?

 

Wie verträgt sich das mit dem Titel "Umwelthauptstadt" und dem Klimakonzept einiger Parteien? Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

 

In den Eckernförder Nachrichten vom 23.10.2018 erfährt man mehr zum Planungsstand                                                           bitte den Link anklicken

https://www.shz.de/lokales/eckernfoerder-zeitung/langes-warten-auf-die-nooroeffnung-id21413072.html

 

Auszug aus dem Artikel:

"Wie sagte der Architekt des Siegerentwurfs, Klaus Petersen, in der Info-Veranstaltung am 29. Mai: „Die Umsetzung des Projekts Nooröffnung ist alles Geld und alle Mühen wert.“ Widerspruch war damals nicht zu hören."

Gemeint ist wohl hier nur der 29. Mai 2018

 

Widerspruch gab es zuvor reichlich, scheint aber komplett verhallt oder unter den politischen Teppich gekehrt worden zu sein.

 

 

 

Die Ratsversammlung hat entschieden: Die sogenannte Nooröffnung mit der Verschwenkung der Reeperbahn kommt.

 

 

Das kleine Noor vor 1924 mit dem Bahnhof der Kreisbahn

 

Nun entsteht irgenwann das

 

"Binnennoor"

 

und damit die Verschwenkung der

 

Reeperbahn?

 

 

 Die Frage nach der

 

Nutzen/Kosten Relation bleibt

 

unbeantwortet!

 

 

 

B-Plan 62 (aus 62a und b)

So sollte aus unserer Sicht vorgegangen werden:
Wettbewerbsausschreibung Kriterien.pdf
PDF-Dokument [282.3 KB]

Wasser wie Sand am Meer

1926: vor der Verfüllung nannte man das Gewässer "kleines Noor" und es hatte diese Form, die an einen Noorkanal erinnert:

und so sah das damals aus: Blick Richtung Noorstraße
Die Rauh´sche Mühle am Binnennoor

 

 

 

 

Kann so etwas vielleicht auch bei uns möglich sein?

Das ist in Malchow passiert! Unsere Ratsversammlung hat den Weg für derartige Mißgeburten nicht verschlossen!

Das ist der neueste Stand der Planung aus der Feder von Petersen, Pörksen und Partner aus Lübeck:

 

- Keine Giebelfront mehr zum Wasser aber gem. Ratsbeschluß "mit  

  Dach"

 

- Achtung: kann das auch Flachdach mit Staffelgeschoss sein,  

   vielleicht sogar die überall entstehenden KLÖTZE?

 

- Parkplätze nicht mehr in die Häuser integriert, sondern nun als

  Perlenkette hinter den Häusern?

 

- Kein Nahversorger mehr in diesem Bereich.

 

- Fraglich bleibt die Lösung des Problems "Vorkaufsrecht" und was

  macht ein Investor aus diesen Vorgaben.

 

Wachsamkeit ist geboten, sonst wird aus dem "touristischen Highlight" eine ganz normale Wohnsiedlung für wohlsituierte Bürger.

 

Denn nur in der 2. Reihe werden 25% der Wohnungen sozial gefördert

Wer das geplant hat, war noch nie hier: Ausgerechnet am zugigsten Punkt von Eckernförde eine Terrasse mit Café und Außenplätzen?

 

und rein zufällig findet man folgendes Bild:

Die Steindamm- Terrasse mit dem Durchlass zum Binnenhafen und der Grund für die Verschwenkung: Platz für zwei Häuser und damit Profit.

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